Marseille 2019

Mit etwas Verzögerung nun mein Bericht zu meinem Ausflug vergangenen Sonntag (04.08.2019) nach Marseille.

Die Parkplatznot

Früh ging es los, denn ich dachte, der frühe Berlingo fängt den Parkplatz :-).
Falsch gedacht, als ich kurz vor 9 Uhr in Marseille eintraf, war ich zuerst von der Aussicht die man von der Autobahn aus über die Stadt hat geflasht. Der Hafen mit den riesigen Kreuzfahrtschiffen sowie Container und anderen Riesen zur linken vorbei an einem dem HOLLYWOOD ähnlichem Schild auf dem MARSEILLE prangt, ging es Richtung altem Hafen, ist übrigens richtig gut beschildert (Vieux Port).
Immer den Schildern nach mit der Zuversicht dass ich am Hafen sicherlich einen Parkplatz finden würde, fand ich?…. Massen an Touristen die zu den Anlegestellen der Ausflugschiffe pilgerten. Also ein paar mal um den Block. Nachdem ich mich dann doch total verfahren hatte und Gassen nur mit eingeklappten Außenspiegeln fahren konnte stand ich da.
Ein Poller, einer dieser in Frankreich so zahlreich vorhandene Pollern die das weiterfahren nur mit Chipkarte ermöglichen. Links, Einfahrt verboten. Rechts, nix. Hinter mir, Einfahrt verboten. Aber ich musste ja wohin. Also mit den eingeklappten Spiegeln rückwärts verbotener Weise den Hügel wieder hoch… Puuh, das ging nochmal gut. Wenn da einer runter gewollt hätte.

Auf diese Weise hab ich zumindest ein paar sehr schöne Ecken Marseilles entdeckt die ich allein mit Rollstuhl nie hätte sehen können.
Wenn ihr in Begleitung seit. Unbedingt paar Meter links vom altem Hafen die Hauptstrecken verlassen und das alte Marseille entdecken.

Zurück auf einer der Hauptstraßen fand ich direkt an der Straße kurz hinter der Kathedrale von Marseille einen Parkplatz. JUHU!!

Die Kathedrale von Marseille

50m die Straße zurück war ich auch schon an der wunderschön, ich nehme an, restaurierten Kathedrale. Ein beeindruckender Anblick bot sich mir bei noch tief stehender Sonne um kurz nach 9 Uhr morgens. Auf dem großen Platz zur Seeseite hin kann man wunderbar die ein- und ausfahrenden Fähren beobachten und den Blick auf die Hafeneinfahrt von Marseille genießen.
Zum Zeitpunkt meines Besuchs war es mir leider nicht möglich in die Kathedrale zu schauen da direkt vor dem Eingang eine Baustelle war, die ich nicht passieren konnte.
Aber man kann Marseille eh nicht an einem Tag erforschen und muss einfach auch abstriche machen können.
Am anderen Ende des Platzes ist ein Fahrstuhl mit dem man bequem auf Meeresebene fahren kann und landet direkt vor dem Platz an der Hafeneinfahrt des alten Hafen zu dessen linken das Mucem liegt.

MUCEM

Ich kann hier in meinem bescheidenen Blog unmöglich auf Einzelheiten dieses wohl einmaligen Museums eingehen.
Also eine kurze Beschreibung der wichtigen Dinge:
Der Eintritt ist am ersten Sonntag im Monat frei. Unten hab ich links für weitere Informationen angefügt.


Nach dem man die Sicherheitskontrolle am Eingang passiert hat, ACHTUNG!!! keine Messer etc. Selbst mein Werkzeug für den Rollstuhl musste ich abgeben, empfangen einen sehr Hilfsbereite ANgstellte die einem die Gebäude deren Zusammenstellung und die momentanen Ausstellungen erklären.

Es gibt ausreichend und saubere Toiletten.
Aufzüge sind vorhanden, man kann aber auch die am Hauptgebäude entlangführenden Rampen bis zum 3. Stock (oberstes Stockwerk) bequem mit dem Rollstuhl fahren, Ich bin mit dem Aufzug hoch und über die Rampen runter.
Das MuCem ist ein aus mehreren über die Hafeneinfahrt mit Stegen verbundener Gebäudekomplex.
Es gibt einige feste Ausstellungen aber auch wechselnde Ausstellungen verschiedenster Art. Von Entwicklungsgeschichte bis modernen Installationen ist hier für jeden Geschmack etwas geboten.
Um das MuCem vollständig aus zu kundschaften bedarf es sicher mehr als einen Tag.
Besonders zu erwähnen ist wohl die außergewöhnliche Architektur.
Ich werde im Laufe der nächsten Tage die Bildergalerien aktualisieren und ihr könnt euch dann einen kleinen Eindruck verschaffen.

Viel Spaß.

Eine mir ganz untypischen Art, der link zu einem meiner Reisetipps:

http://www.mucem.org/

Informationen auf deutsch auf der Seite Frankreichs:

https://de.france.fr/de/provence/artikel/mucem-museum-der-zivilisationen-europas-und-mittelmeers-marseille

Der alte Hafen, le Vieux Port

zum alten Hafen von Marseille werde ich gar nicht so viele Worte verlieren. Da lass ich die Bilder für Sich sprechen.
Angehäuft mit Segeljachten und jeder Menge anderer Boote erstreckt sich das Hafenbecken bis in die Altstadt Marseilles.
Die Promenade am Hafenbecken entlang wird auf der Stadtseite von Bars und Restaurants begleitet und es fällt einem nicht leicht sich für eines zu entscheiden. Nachdem ich einmal drum rum am Spiegeldach an der Stirnseite des Hafens vorbei und wieder zurück bin, habe ich mich, nach bis dahin 10km Rollstuhlfahrt, für ein Paella aux fruits de mer in einem auf dem Rückweg rechts gelegenem Restaurant entschieden. Und sie war herrlich!

Leider hatte ich keine Kraft mehr mir mehr der Stadt an zu sehn und bin nach 12,55km wieder am Auto angekommen.
Wer also Marseille in seiner ganzen Vielfalt und nicht nur den Hafen kennen lernen will sollte schon so 2 bis 3 Tage einrechnen.

Ich wünsch euch viel Spaß auf eurer Erkundungstour durch den Süden Frankreichs und würde mich freuen wenn ihr mir eure Erfahrungen auch mitteilen würdet.

In diesem Sinne
Euer

Hansjörg

Aix en Provence 2019

Nach einem ausgiebigen Frühstück, Kaffee und noch ein Kaffee, Hab ich mich zu einer Tour nach Aix en Provence entschieden.
Danke für die Inspiration Kerstin.
Bewusst bin ich nicht auf die Autobahn, sondern habe mich für eine Fahrt Überrland entschieden. Nicht nur weil mein Auto nach Diesel verlangt hat nach 900km und einem durchschittsverbrauch von 4,7l!!, sondern auch um die Landschaft Südfrankreichs auf zu saugen.

Die zündende Idee

Nun ist es nicht wirklich einfach, eben mal so als Rollifahrer an zu halten aus dem Auto zu springen und den Moment mit der Kamera ein zu fangen. Also hatte ich die zündende Idee. Ich hab doch vor kurzem eine Action Cam gekauft. Keine so teure von der bekannten Sorte, Aber von der fast so bekannten. Kurzer Hand in die Mitte hinter die Windschtzscheibe gelegt und per Bluetooth Remote fernbedient. Wenn die Bilder mal online sind werdet ihr es ja sehn.

Aix en Provence

In der Stadtmitte angekommen war die Parkplatzsuche nicht mehr ganz so einfach wie in Avignon. Das Stadtzentrum ist eher knapp und erst wenn man schon fast da ist passabel ausgeschildert. Am Bahnhof, doch ein paar Meter von der eigentlichen Mitte entfernt habe ich aber einen zwar zu zahlenden aber tollen extra ausgewiesenen (ihr wisst schon) Parkplatz gefunden.
Und nochmal der Tip: Im Stadtzentrum ist es durch sowieso 33 Grad noch heisser, Viel trinken!
Wie auch in Avignon gestaltete sich die Toilettensuche wieder ziemlich schwierig, aber auch hier bei den vielen Restaurants nachfragen.

Aix en Provence ist im Gegensatz zu Avignon, zumindest was das historische anbelangt, was ich so gesehn habe, nicht der Reisser, aber durch das alter der Stadt dennoch mit vielen kleinen Gässchen und interessanten Winkeln sehr schön zu fotografieren und zu entdecken. Für eien Teil von euch sicher auch interessant: Ich glaub das ist die regionale Shopping Hauptstadt. Ein Lädchen reiht sich ans andere und wenn die Strasse/ Gasse noch so klein ist, und obwohl von allen Arten der Läden aussrecihen, nee massig vorhanden sind scheinen sie sich gegenseitig nicht weh zu tun und leben in einer harmonischen Coexistenz.
Bars und Kneippen und Restaurants sind mindestens genauso viele vorhanden wie Boutiquen.

Aix en Provence ist definitiv voll in Touristenhand. Viele Reisegruppen mit den bekannten Regenschirm Guides und kleine Elektrobusse die das Volk rumfahren. Ob die auch Rollifahrermitnehmen müsste man erfragen, aber optisch wär das möglich. Andere Busse die nicht durch den Stadtkern passen abere auch als klein gelten sind auf jeden Fall Niederfluhr und auch mit Roll gekennzeichnet.

Massentourismus, das merkt man auch an den Preisen. Ruhig mal das doppelte an Budget veranschlagen. In einer eher kleinen aber sehr feinen Brasserie mit Super netter Bedienung habe ich für einen Burger mit Pommes 17 Euro und für das Bier dazu 8 Euro bezahlt und das sind hier normale bis niedrige Preise. Ich kann es trotzdem empfehlen, auf Nachfrage haben Sie mir einen anderen, für mich als Rollstuhlfahrer besser geeigneten, Tisch von drinnen nach draussen gestellt.
Lˋatelier Brasserie ,2 Place Jean DˋArc
Lasst es euch schmecken.

In diesem Sinne
Euere

Hansjörg